McKinsey hat Ende 2025 etwas herausgefunden, das mich ehrlich gesagt nicht überrascht hat: In einer Studie mit 500 Marketingverantwortlichen aus fünf europäischen Ländern landet KI im Marketing auf der Prioritätenliste auf Platz 17 von 20. Nicht unter den Top 10. Nicht mal annähernd.
Ganz oben stehen Markenbildung, Authentizität und Vertrauen.
Viele sagen jetzt: „Ja, die arbeiten ja auch in großen Unternehmen, mit anderen Ressourcen, anderen Strukturen. Was hat das mit mir als Online-Unternehmerin zu tun?“ Mehr, als du denkst.
Warum das Ergebnis nicht überrascht, wenn man genau hinschaut
KI ist ein Verstärker, kein eigenständiges Asset. Das bedeutet: Was du reingibst, kommt wie verstärkt wieder raus. Im Guten wie im Schlechten.
Wenn du eine klar definierte Marke hast, mit einer eigenständigen Markensprache, einem klaren Versprechen, einer gut erkennbaren Haltung und einem unverwechselbaren Auftreten, dann kann die KI dich super unterstützen. Weil du sie super führst, den richtigen Input lieferst und so schneller, konsistenter und in mehr Kanälen sichtbar bist.
Wenn das alles aber nicht so klar ist — und bei den meisten ist das der Fall — dann wird der Output von KI schnell generisch und austauschbar. Dein Content führt dann nicht zu Anfragen und Buchungen. Denn KI kann nicht ausgleichen, was auch ohne KI schon nicht funktioniert.
Die 500 CMOs in der McKinsey-Studie wissen das. Deshalb investieren sie 2026 nicht in KI-Stack, sondern in Branding, Differenzierung und Vertrauen. Weil das die einzigen Dinge sind, die KI nicht imitieren kann. Und weil Vertrauen und Verbindung genau das sind, was du brauchst, um erfolgreich zu verkaufen.
Was ich nach 25 Jahren Textarbeit dazu sage
Ich bin von Haus aus Texterin, mit über 25 Jahren Erfahrung in Marketing und Werbetext, spezialisiert auf Markensprache und Personal Brand Messaging. Ich nutze KI täglich. Und ich sage trotzdem: Die McKinsey-Daten haben recht.
Wenn ich einen Text lese — von einer Unternehmerin, einer Coachin, einer Dienstleisterin — sehe ich in wenigen Sekunden, ob dahinter eine klare Marke steckt, oder ob das gut kaschierte Leere ist.
KI-generierter Text ist technisch oft tadellos. Richtige Grammatik, passable Struktur, nette Übergänge, aber er bringt dir halt keine Anfragen oder Buchungen. Weil er einfach wohlformuliert und stromlinienförmig an uns vorbeigleitet.
Und das heißt gar nicht mal, dass das KI-Tool, das du nutzt, nichts taugt. Es bedeutet, dass der Input, den du reingibst, nicht ausreicht. Dass die Wunschkundin nicht klar definiert ist, die Positionierung zu breit ist, Nutzen und Ergebnis nicht klar sind.
Wer ist deine Wunschkundin wirklich? Was ist dein Versprechen, das nur du geben kannst? Wie klingst du — und wie willst du klingen? Deckt sich das, oder gibt es da noch einen Gap?
Ohne Antworten auf diese Fragen produzierst du mit KI zwar schnell viel Content. Aber du bist beschäftigt, statt produktiv. Und an deinem Kontostand ändert es nichts.
Warum KI ohne klare Marke das Problem verstärkt, nicht löst
Ich will KI auf keinen Fall schlechtreden. Im Gegenteil: Ich nutze sie liebend gerne. Doch ich sehe immer mehr Unternehmerinnen, die von KI überfordert sind (so viel Output!), frustriert (noch mehr To-dos!) und genervt (es buchen trotzdem keine Kunden).
Sie posten, mailen, schreiben, doch es kommt zu wenig zurück.
Die meisten glauben dann, das Problem sei das Tool. Also wechseln alle schnell zu Claude. Spoiler: An deinen Sales wird das nichts ändern.
Es liegt nicht am KI-Tool, sondern daran, wie du es führst. Es ist die fehlende Klarheit darüber, wie du als Marke klingen willst und was deine Kunden lesen müssen, um zu kaufen. Dieser blinde Fleck entsteht, weil man zu nah am eigenen Business ist, um es von außen zu sehen.
McKinseys Erkenntnis und meine Erfahrung aus 25 Jahren sagen dasselbe: Deine Marke beginnt bei dir, nicht beim Prompt. In dieser Reihenfolge funktionieren KI und Branding zusammen. Andersrum verstärkt KI nur das Problem.

Was du jetzt konkret tun kannst
Wenn du dich fragst, ob dein Text deine Marke schon zeigt, oder ob du noch Schwachstellen hast, die du besser auf den Punkt bringen könntest, dann habe ich genau das für dich gebaut, worüber wir hier gerade reden:
Den Brand Voice Report.
Kein Einheits-Test, bei dem am Ende austauschbarer Kram wie im Fernsehblättle-Horoskop rauskommt. Du gibst deine eigenen Texte ein und bekommst individuelles Feedback plus klare Action-Steps.
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Du brauchst keinen Plan. Du brauchst erstmal den richtigen Blick auf das, was schon da ist.
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Quelle: McKinsey & Company, „State of Marketing Europe 2026″, November 2025.
FAQ — Häufige Fragen zu KI und Markensprache
Warum verkaufen KI-Texte nicht? KI-Texte verkaufen nicht, weil KI das verstärkt, was bereits im Input steckt. Fehlt die Klarheit über Zielgruppe, Positionierung und Markensprache, produziert KI technisch korrekte, aber austauschbare Texte — die niemanden zum Kaufen bewegen.
Was ist wichtiger: KI oder Branding? Laut McKinseys „State of Marketing Europe 2026“ priorisieren 500 europäische Marketing-Führungskräfte Branding, Authentizität und Vertrauen deutlich vor KI — KI landet auf Platz 17 von 20. Branding ist die Grundlage; KI ist der Verstärker. Ohne starke Marke skaliert KI nur Beliebigkeit.
Wie führe ich KI richtig für meine Markentexte? Damit KI in deiner Markensprache schreibt, braucht sie klare Inputs: eine konkrete Wunschkundin, ein spezifisches Versprechen, eine definierte Haltung und Beispiele deiner eigenen Texte. Erst wenn diese Grundlage steht, kann KI echte Unterstützung leisten.
Was bedeutet Brand Voice? Brand Voice bezeichnet die unverwechselbare Sprache, den Ton und die Persönlichkeit, mit der eine Marke kommuniziert. Eine starke Brand Voice macht Texte wiedererkennbar — egal ob auf der Website, im Newsletter oder in Social Media Posts.
Warum klingen KI-Texte oft generisch? KI generiert Texte auf Basis von Trainingsdaten — sie orientiert sich am Durchschnitt, wenn sie keine spezifischen Markeninformationen bekommt. Ohne klare Markensprache, Positionierung und Zielgruppendefinition im Prompt entsteht Durchschnitts-Content, der niemanden spezifisch ansprich.
Markensprache & Personal Brand Messaging für erfahrene Unternehmerinnen.
AUTORIN
Sabine Satzmacher ist Expertin für Markensprache und Personal Brand
Messaging. Seit über 20 Jahren schreibt sie Texte, die verkaufen und
hilft Unternehmerinnen, endlich auch selbst so zu schreiben.
Sie begleitet Unternehmerinnen darin, die Leaderin sichtbar zu machen, die sie längst geworden sind. Mit ihrer Kombination aus Brand Voice, klarer Positionierung und tiefem Messaging schafft sie es, die wahre Identität einer Marke präzise herauszuarbeiten.
Seit rund 25 Jahren arbeitet Sabine im Marketing und Copywriting und unterstützt Unternehmerinnen, deren Business gewachsen ist, deren Worte aber (noch) nicht mitgewachsen sind. Ihr Ziel: Kommunikation, die Klarheit schafft, Grenzen setzt und Premium-KundInnen magnetisch anzieht.
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