Custom GPTs werden abgeschaltet: Welche Alternative passt jetzt zu deinem Onlinebusiness? (Stand: Oktober 2026) Wenn du in den vergangenen Jahren eigene Custom GPTs gebaut hast, solltest du jetzt nicht darauf warten, was im Dezember passiert.
OpenAI hat angekündigt, individuelle Custom GPTs am 11. Dezember 2026 regulär einzustellen. Bestehende GPTs bleiben bis dahin nutzbar. Danach sollen ihre GPT-Seiten nicht mehr zugänglich sein. OpenAI empfiehlt den Umstieg auf das neue Plugin-System und stellt dafür schrittweise eine Migration bereit.
Das betrifft besonders Coaches, Trainerinnen, Beraterinnen und andere Selbstständige, die Custom GPTs nicht nur selbst nutzen, sondern sie als Bonus, Kurstool, Kundenassistent oder Bestandteil einer Membership weitergeben.
Denn dann reicht die Frage „Wie rette ich meinen GPT?“ eigentlich nicht. Die wichtigere Frage lautet: Wie baue ich meine KI-Unterstützung künftig so auf, dass nicht mein gesamtes Wissen wieder in einem einzigen Tool steckt?
Genau darum geht es in diesem Artikel. Du erfährst:
- was mit Custom GPTs passiert,
- was du jetzt unbedingt sichern solltest,
- welche Alternativen es gibt,
- wo Plugins, Projekte und Claude Skills ihre Grenzen haben,
- und warum ich für mein eigenes Business inzwischen einen anderen Ansatz bevorzuge: ein externes Brand Brain, auf das unterschiedliche KI-Systeme zugreifen können.
Das Wichtigste zuerst:
Werden Custom GPTs wirklich eingestellt?
Ja. OpenAI schreibt in seinem aktuellen FAQ, dass Custom GPTs regulär am 11. Dezember 2026 eingestellt werden sollen. Die Änderung betrifft laut OpenAI grundsätzlich alle ChatGPT-Pläne, wobei Funktionen und Migrationsmöglichkeiten je nach Konto und Workspace unterschiedlich verfügbar sein können.

OpenAI plant, bestehende GPTs in Plugins zu überführen. Dabei sollen im vorgesehenen Migrationsprozess:
- die GPT-Anweisungen zu einem Skill innerhalb des Plugins werden,
- Wissensdateien als Referenzdateien übernommen werden,
- verbundene Apps als Apps eingebunden werden.
Nicht alles wird automatisch übertragen. Insbesondere Custom Actions benötigen unter Umständen einen neuen technischen Aufbau. OpenAI weist ausdrücklich darauf hin, dass ein migriertes Plugin sich außerdem anders verhalten kann als der bisherige GPT und getestet werden sollte.
Was solltest du jetzt mit deinen Custom GPTs machen?
1. Zuerst: Deine Custom GPTs sichern
Bevor du irgendetwas migrierst, dokumentiere, was du gebaut hast. Und zwar nicht nur den Namen des GPTs, sondern alles, was dazugehört:
- Name und Beschreibung
- vollständige Instructions
- verwendete Wissensdateien
- Conversation Starter
- wichtige Regeln und Workflows
- verbundene Apps oder Actions
- gute Beispielprompts
- typische Ergebnisse
- Hinweise dazu, wem du den GPT zur Verfügung stellst
- ob er nur intern, für Kunden, im Kurs oder öffentlich genutzt wird
OpenAI empfiehlt selbst, vor der Migration Anweisungen,
Referenzdateien und verbundene Apps zu prüfen und einige typische Prompts zu speichern, damit du die Ergebnisse später vergleichen kannst. Ich würde dabei noch einen Schritt weitergehen:
2. Archiviere deine GPTs außerhalb von ChatGPT.
Ich habe meine eigenen GPTs beispielsweise in Airtable
gesichert. So hängt die eigentliche Arbeit, die in diesen Tools steckt, nicht davon ab, ob OpenAI ein bestimmtes Produkt weiterführt. Denn das Wertvolle an deinem GPT ist nicht das kleine Icon in ChatGPT.
Es sind dein Wissen, deine Anweisungen, deine Prozesse,
deine Beispiele und die Entscheidungen, die du beim Aufbau getroffen hast.
Welche Alternativen zu Custom GPTs gibt es 2026?
Leider habe ich bislang nicht die eine perfekte Alternative gefunden. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt davon ab, wofür du deinen Custom GPT bislang verwendet hast.
Ein GPT, den nur du selbst für deine Newsletter nutzt, braucht etwas anderes als ein Tool, das 200 Kursteilnehmerinnen über einen Link öffnen.Deshalb schauen wir uns die wichtigsten Möglichkeiten einzeln an.
1. Deinen Custom GPT in ein ChatGPT-Plugin migrieren
Das ist die von OpenAI vorgesehene Nachfolgelösung. Ein Plugin kann Skills, Referenzmaterial und verbundene Apps
bündeln. Anders als ein Custom GPT muss es dabei nicht als separater kleiner Chatbot verwendet werden. Skills und Tools können innerhalb normaler ChatGPT-Unterhaltungen eingesetzt werden.
Vorteile von Plugins
Wenn du sowieso hauptsächlich mit ChatGPT arbeitest, ist das attraktiv. Deine bestehenden Instructions können im Rahmen der Migration übernommen werden, deine Wissensdateien ebenfalls. Außerdem lassen sich Apps und externe Dienste anbinden.
Ein Plugin kann dadurch sogar leistungsfähiger sein als ein
klassischer Custom GPT, weil Wissen, Arbeitsanweisungen und Werkzeuge stärker zusammenspielen können.
Nachteile von Plugins
Gerade für Coaches, Trainerinnen und Membership-Anbieter gibt es allerdings einen wichtigen Haken: Ein migrierter persönlicher GPT wird nicht automatisch wieder zu einem öffentlich teilbaren Tool.
OpenAI schreibt ausdrücklich, dass ein migriertes persönliches Plugin zunächst privat ist. Die bisherigen Freigabeeinstellungen eines GPTs werden nicht übernommen. Für eine öffentliche Bereitstellung ist ein eigener Veröffentlichungsprozess erforderlich. Und veröffentlichen heißt: Öffentlich für alle, nicht wie vorher nur für diejenigen, die einen Link haben.
Innerhalb von Business- und Enterprise-Workspaces gibt es verschiedene Freigabe- und Veröffentlichungsmöglichkeiten. Das ist aber etwas anderes als der frühere einfache GPT-Link, den du beliebig an Kundinnen schicken konntest.
Wenn du bislang also zum Beispiel Onlinekurse verkaufst hast und einen begleitenden Custom GPT mit einem Link zur Verfügung gestellt hast, dann kannst du das so nicht einfach als Plugin weiterführen.
Für wen sind Plugins sinnvoll?
Vor allem, wenn du:
- selbst intensiv in ChatGPT arbeitest,
- deine bestehenden GPT-Workflows behalten möchtest,
- verschiedene Apps anbinden willst,
- und das Tool nicht zwingend frei über einen öffentlichen Link an beliebige Kunden verteilen musst
2. ChatGPT-Projekte als Custom-GPT-Alternative
Eine weitere Möglichkeit sind Projekte in ChatGPT. Ein Projekt bündelt Chats, Dateien und eigene Projektanweisungen. ChatGPT kann diesen Kontext dann für alle Arbeiten innerhalb des Projekts nutzen. Das klingt zunächst ziemlich ähnlich wie ein Custom GPT. Doch es gibt wichtige Unterschiede.
Was ein ChatGPT-Projekt gut kann
Stell dir vor, du legst ein Projekt für deine eigene Marke an. Darin liegen:
- deine Positionierung,
- alte Newsletter,
- Produktinformationen,
- Brand Voice Guide,
- Recherche und
- Projektanweisungen.
Dann kannst du innerhalb dieses Projekts immer wieder neue Chats starten und trotzdem auf denselben Kontext zurückgreifen. Für die eigene Arbeit kann das sehr praktisch sein.
Wo Projekte an ihre Grenzen kommen
Ein Projekt ist in erster Linie ein Arbeitsraum, kein
spezialisierter Mini-Assistent. Und wenn du deine KI-Unterstützung bislang an Kundinnen oder Kursteilnehmer weitergegeben hast, wird es noch komplizierter.
ChatGPT-Projekte können zwar geteilt werden. In einem
gemeinsamen Projekt teilen Beteiligte jedoch den Projektkontext mit Chats, Dateien und Anweisungen. Das funktioniert also nicht wie mit einem CustomGPT, den du weitergeben konntest und jeder Nutzer hatte seinen eigenen Chat. Für dein eigenes Marketing oder einzelne Kundenprojekte sind Projects durchaus interessant.
Als direkter Ersatz für einen öffentlich verteilten Custom
GPT taugen sie nicht.
3. Zu Claude wechseln und Custom GPTs durch Skills ersetzen
Eine der spannendsten Alternativen sind aktuell Claude
Skills. Ein Skill enthält Anweisungen, Ressourcen und bei Bedarf auch Skripte für einen bestimmten wiederkehrenden Arbeitsablauf.
Anthropic unterstützt Custom Skills derzeit für Free, Pro,
Max, Team und Enterprise. Skills können als ZIP-Paket aufgebaut und unter Customize → Skills installiert werden. Gerade technisch gefällt mir dieser Ansatz.
Denn statt dein gesamtes Spezialwissen in einem einzelnen
Chatbot einzumauern, kann ein Skill Claude beibringen:
- wie du einen bestimmten Prozess durchführst,
- welche Regeln gelten,
- welche Dateien berücksichtigt werden,
- welche Schritte immer ausgeführt werden sollen.
Vorteil: Skills sind sehr flexibel
Du kannst Skills für sehr konkrete Aufgaben bauen. Zum Beispiel: „Analysiere einen Website-Text nach meinem Copywriting-System.“ Oder: „Erstelle aus diesen Informationen einen Brand Voice Guide nach meinem Framework.“ Oder: „Prüfe eine Angebotsidee anhand meiner Kriterien.“
Genau dafür sind Skills sehr stark. Anthropic empfiehlt selbst, Skills auf spezifische, wiederholbare Aufgaben zu fokussieren, statt alles in einen riesigen Skill zu packen.
Skills kannst du auch gut für deine Kunden erstellen und weitergeben. Nachteil: Anders als bei einem CustomGPT kannst du dein integriertes Wissen nicht schützen. Du gibst es mit deinem Skill dauerhaft aus der Hand.
Ein weiterer Nachteil: Du verlagerst deine Abhängigkeit nur
Wenn du dein gesamtes Businesswissen jetzt ausschließlich in Claude packst, hast du im Grunde dasselbe Problem nur mit einem anderen Anbieter. Claude funktioniert nicht? Dein Nutzungslimit ist erreicht? Du möchtest für eine bestimmte Aufgabe lieber ChatGPT
verwenden? Dann steckt dein System wieder in einem einzelnen KI-Ökosystem.
Und genau an dieser Stelle wird die nächste Lösung interessant.
4. Ein eigener externer Chatbot
Wenn dein wichtigstes Ziel lautet: „Meine Kundinnen sollen ein eigenes KI-Tool benutzen können, ohne dass ich von der Sharing-Funktion von ChatGPT oder Claude abhängig bin“, dann kann auch ein eigener Chatbot sinnvoll sein. Technisch lässt sich heute über APIs ein eigener Chatbereich bauen, der beispielsweise:
- deine Anweisungen enthält,
- eine eigene Wissensbasis verwendet,
- Nutzerkonten besitzt,
- frühere Chats speichert,
- unterschiedliche Tools anbietet,
- und komplett außerhalb von ChatGPT läuft.
Das ist insbesondere interessant, wenn KI ein echter
Bestandteil deines Produkts ist. Der große Vorteil: Du kontrollierst Zugang, Oberfläche und Kundenerlebnis wesentlich stärker.
Der Nachteil: Du baust damit Software.
Das bedeutet Hosting, Login, Datenbank, API-Kosten, Wartung,
Datenschutz, Fehlerbehandlung und Updates.
Für ein einzelnes kleines Kundentool kann das deshalb
deutlich mehr Technik sein, als du eigentlich brauchst. Es gibt Anbieter, die das für dich übernehmen, aber damit sind natürlich auch Kosten verbunden, die du mit einem einfachen CustomGPT nicht hattest.
5. Meine bevorzugte Lösung: ein externes Brand Brain statt einer KI voller Markenwissen
Bei meinen eigenen Überlegungen bin ich irgendwann bei einer
anderen Frage gelandet: Warum speichern wir eigentlich unsere komplette Marke direkt in ChatGPT oder Claude?
Denn genau das erzeugt das eigentliche Problem. Du baust einen tollen GPT.Du lädst Positionierung, Angebote, Wunschkundin und Brand Voice hinein. Dann wird das Produkt eingestellt.
Also baust du alles in Claude neu. Und wenn sich dort etwas ändert? Dann musst du wieder umziehen, die Architektur ändern oder neu bauen. Ich wollte deshalb die beiden Dinge voneinander trennen: Das Wissen über meine Marke und die KI, mit der ich gerade arbeite.
Daraus ist meine Brand Voice Homebase entstanden. Ich nenne sie auch: das Brand Brain für deine Marke.

Bessere KI-Texte durch klare Vorarbeit: Erst Ziel, Aussage und eigenes Material klären. Dann darf die KI beim Formulieren helfen.
Was ist ein Brand Brain?
Ein Brand Brain ist eine zentrale externe Wissensbasis für
deine Marke. Darin liegt nicht irgendeine gigantische Sammlung alter Texte. Es enthält die Informationen, die eine KI braucht, um dein Business einordnen und vernünftig mit dir arbeiten zu können.
Zum Beispiel:
- Wer bist du und wofür stehst du?
- Wie klingt deine Marke?
- Für wen arbeitest du?
- Was beschäftigt diese Menschen im Alltag?
- Welche Angebote hast du?
- Was kosten sie?
- Welche Einwände gibt es?
- Welche Formulierungen verwendest du selbst?
- Was sagen Kundinnen tatsächlich?
- Welche Testimonials und Ergebnisse kannst du belegen?
- Welche Wörter und typischen KI-Formulierungen willst du vermeiden?
Dieses Brand Brain liegt außerhalb der eigentlichen KI. Zum Beispiel in Airtable oder Google Sheets. ChatGPT oder Claude können, je nach verfügbarem Connector bzw. App-Zugang, auf diese externe Grundlage zugreifen. Das Entscheidende daran ist:
Deine Marke gehört nicht mehr ChatGPT. Und auch nicht
Claude.
Sie liegt bei dir.
Warum eine externe Datenbank besser sein kann als ein riesiger Brand-Voice-Prompt
Ein großer Masterprompt löst das Problem nur teilweise. Auch ein PDF mit 35 Seiten Brand Guidelines löst es nur teilweise. Denn Unternehmen verändern sich:
- Du erhöhst einen Preis.
- Du entwickelst ein neues Angebot.
- Du hast plötzlich ein richtig starkes Testimonial.
- Oder du merkst, dass deine KI ständig eine Formulierung verwendet, die dir inzwischen auf die Nerven geht.
In einer externen Homebase kannst du diese Information an einer
Stelle verändern. Dein KI-System greift anschließend auf diese aktuelle Markengrundlage zurück und setzt sie um.
Das ist die Infrastruktur hinter deiner Arbeit mit KI.
Was bringt dir ein Brand Brain konkret?
Der größte Vorteil ist für mich nicht einmal, dass die KI
„mehr über dich weiß“. Spannender ist, was sie dadurch miteinander verbinden kann.
Deine Wunschkundin steht nicht mehr irgendwo in einem
Workbook. Deine Positionierung liegt nicht in einem anderen Google Doc. Deine Angebote stecken nicht ausschließlich auf deiner Website. Und deine stärksten Kundenaussagen liegen nicht mehr irgendwo zwischen E-Mails und Screenshots.
Die KI kann diese Informationen gemeinsam nutzen. Dann kannst du beispielsweise fragen:
- Passt diese Content-Idee zu meiner Positionierung und zu meiner Wunschkundin?
- Oder: Welches meiner Angebote passt zu diesem Problem?
- Oder: Welche echten Kundenaussagen aus meiner Homebase könnte ich für diese Salespage verwenden?
- Oder: Prüfe diese neue Produktidee gegen meine bestehende Angebotswelt.
- Oder: Schreib mir einen ersten Newsletter-Entwurf und berücksichtige dabei meine Brand Voice und die tatsächlichen Einwände meiner Kundinnen.
Das ist eine völlig andere Art, KI zu verwenden. Die KI ist nicht bloß ein Textautomat, der dir Durchschnitts-Slop liefert, sondern ein Sparringspartner, der dein Business kennt.
Und wenn ich zwischen ChatGPT und Claude wechseln möchte?
Genau dafür finde ich die externe Lösung so interessant. Ein Brand Brain ist unabhängig davon, welches Sprachmodell du verwendest. Die Arbeitsanweisungen kommen anschließend über Skills, Plugins oder andere Integrationen hinzu. Das bedeutet: Jede KI, die über einen entsprechenden Connector verfügt, kann auf dein Brand Brain zugreifen. Das KI-Tool kann wechseln, dein Brand Brain bleibt.
Das ist für mich inzwischen ein deutlich nachhaltigerer
Ansatz als zwanzig einzelne Assistenten, in denen überall leicht
unterschiedliche Versionen meiner Marke gespeichert sind.
Was gehört in ein gutes Brand Brain?
Die Datenbank allein bringt gar nichts, wenn darin nur steht: „Meine Zielgruppe sind selbstständige Frauen zwischen 35 und 55, die erfolgreicher werden möchten.“… dann wird auch eine hervorragende KI daraus kaum großartigen Content produzieren.
Das Entscheidende ist die Qualität der Markengrundlage. Genau deshalb entsteht die KI-Homebase in meinem Brand Voice Club nicht als erstes. Sie ist die Folge, wenn das Fundament steht. Für das Fundament erarbeiten die Mitglieder die Bausteine im Club, mit denn anschließend das Brand Brain gebaut wird.
- Deine Brand Voice
Im Club startest du mit meinem Brand Voice Typ Test. Der Brand Voice Typ beschreibt deine Markenpersönlichkeit beim Schreiben. Bist du beispielsweise klar und vorwärtsgehend? Ruhig, tiefgründig und verbindlich? Frech und direkt? Analytisch und detailverliebt? Nach dem Test bekommst du deine persönliche Brand Voice Set Card mit deinem Profil, typischen Stärken, Textbeispielen, passenden Content-Ideen, Formaten und Formulierungen. Das gibt der KI wesentlich mehr als die übliche Anweisung: „Schreib professionell, nahbar und authentisch.“ Denn das schreibt inzwischen ungefähr jede zweite KI. - Deine Wunschkundin
Danach geht es nicht um eine hübsche Persona namens „Susanne, 43, trinkt Cappuccino“. Wir schauen darauf: Wie sieht der Alltag deiner Wunschkundin tatsächlich aus? Was nervt sie an einem Dienstagmorgen? Was hat sie bereits versucht? Welche kleinen Situationen zeigen, dass ihr Problem gerade akut ist? Was denkt sie, sagt es aber vielleicht nicht öffentlich? Und vor allem: Welche Worte benutzt sie selbst? Diese Alltagssprache ist später Gold wert. Für Content, Salespages, Newsletter, Angebote und natürlich für deine KI. - Deine Positionierung und dein Messaging
Deine KI muss außerdem verstehen: Wofür stehst du? Was machst du anders? Welches Problem löst du? Welche Haltung steckt hinter deiner Arbeit? Was sollen Menschen über dich verstehen, damit sie erkennen: Genau hier bin ich richtig.
Auch diese Informationen gehören anschließend in die Homebase. - Deine Angebote
Ein KI-System kann keine sinnvolle Verkaufsstrategie entwickeln, wenn es deine Produkte nur ungefähr kennt. Deshalb gehören auch deine Angebote ins Brand Brain. Nicht nur Titel und Preis. Sondern Zielgruppe, Ergebnis, Ablauf, Einwände, Abgrenzungen und die Rolle des Angebots in deiner gesamten Kundenreise. - Deine Sprache, Kundenaussagen und Beweise
Dieser Bereich wird mit der Zeit immer wertvoller. Hier sammelst du beispielsweise: eigene Signature-Sätze, starke Formulierungen deiner Kundinnen, Testimonials, Ergebnisse und Formulierungen, die du künftig vermeiden möchtest. Dadurch lernt deine KI nicht nur etwas über dein theoretisches Branding. Sie bekommt Material aus deiner tatsächlichen Kommunikation.
Muss ich dafür jetzt Airtable lernen?
Nein. Und genau das war mir beim Aufbau für den Brand Voice Club wichtig. Ich selbst habe auch keine Lust darauf, meinen Arbeitstag damit zu verbringen, Tabellenfelder zu pflegen. Deshalb bekommen meine Mitglieder: eine fertige Airtable-Vorlage oder alternativ eine Google-Sheets-Vorlage und einen Homebase Builder. Der Builder führt Schritt für Schritt durch den Prozess.
Du gibst ihm vorhandenes Material. Er übernimmt Informationen daraus. Er erkennt Lücken. Er stellt Fragen. Er zeigt dir seine Vorschläge. Du entscheidest, was stimmt und wirklich nach dir klingt. Und erst dann landet es in deiner Homebase.
Du musst also nicht erst Datenbankarchitektin werden, bevor du deine KI sinnvoll nutzen kannst.
Was ist besser: Plugin, Projekt, Claude Skill oder Brand Brain?
Das hängt davon ab, welches Problem du lösen willst.
Sinnvoll, wenn … | Größter Nachteil | |
ChatGPT Plugin | du bei ChatGPT bleiben und bestehende GPT-Logik migrieren | Teilen mit externen Kunden funktioniert nicht automatisch |
ChatGPT Project | du selbst dauerhaft mit denselben Dateien und demselben | eher Arbeitsraum als eigenständiges Kundentool |
Claude Skill | du einen wiederholbaren Prozess oder dein Fachwissen in | deine Arbeit bleibt stark an Claude gekoppelt, wenn auch |
Eigener Chatbot | du Kunden ein eigenes KI-Produkt mit Login geben möchtest | technischer und wartungsintensiver |
Externes Brand Brain + Skill/Plugin | du dein Markenwissen zentral halten und mit | einmaliger Aufbau der sauberen Markengrundlage nötig |
Für mein eigenes Business ist deshalb die Kombination am
interessantesten:
Brand Brain für das Wissen.
Skill oder Plugin für den Arbeitsprozess.
KI für die eigentliche Aufgabe.
Damit erfüllt jedes Element genau die Aufgabe, für die es
geeignet ist.
Was ist, wenn du deinen Custom GPT bisher an Kunden weitergegeben hast?
Dann solltest du besonders früh anfangen. Denn genau dort ist die Migration nicht einfach nur eine technische Umstellung.
OpenAI weist darauf hin, dass bestehende GPT-Freigaben nicht automatisch auf ein migriertes Plugin übertragen werden. Ein migriertes persönliches Plugin startet privat. Du musst deshalb zunächst unterscheiden:
War dein GPT lediglich ein Bonus?
Dann reicht möglicherweise ein Skill, eine Anleitung oder
ein anderes internes Tool.
War dein GPT ein wesentlicher Bestandteil deines Angebots?
Dann solltest du dir jetzt überlegen, wie Zugang,
Datenschutz, Support und Aktualisierung künftig funktionieren.
Hast du den GPT nur selbst verwendet?
Dann ist die Umstellung am einfachsten. Plugin, Projekt oder Skill können gute Alternativen sein.
Custom GPT Alternative für Coaches und Trainer: Meine Empfehlung
Wenn du Coach, Trainerin, Beraterin oder Expertin mit einem Onlinebusiness bist, würde ich in dieser Reihenfolge vorgehen:
- Sichere deine bestehenden Custom GPTs.
- Prüfe bei jedem GPT: Was ist eigentlich wertvoll daran? Instructions, Wissen, Prozess oder Kundenzugang?
- Trenne künftig möglichst Wissen und Werkzeug.
- Lege wichtige Marken- und Businessinformationen außerhalb eines einzelnen KI-Anbieters ab.
- Verwende anschließend Skills, Plugins oder andere Tools, um dieses Wissen für konkrete Aufgaben nutzbar zu machen.
- Teste den neuen Prozess mit echten Aufgaben, bevor du ihn an Kunden weitergibst.
OpenAI empfiehlt ebenfalls, typische Prompts und schwierigere Testfälle mit der neuen Lösung erneut durchzuspielen, weil eine Migration nicht garantiert, dass sich der Ersatz exakt wie der bisherige GPT verhält.
Wie du dein eigenes Brand Brain aufbaust
Wenn das Brand Brain genau die Art ist, wie du mit KI arbeiten willst, aber keine Lust hast, selbst 84 Airtable-Felder zu bauen:
Genau deshalb habe ich die Brand Voice Homebase in
den Brand Voice Club eingebaut. Du bekommst dort die komplette Grundlage:
- deinen Brand Voice Typ und deine Set Card,
- dein Wunschkundenprofil,
- deine Positionierung und dein Messaging,
- deine Angebote und
- die Werkzeuge, mit denen daraus nach und nach deine eigene Markengrundlage entsteht.
Und wenn die Inhalte da sind, führen dich meine Vorlagen und der Builder Skill Schritt für Schritt durch den Aufbau deiner Homebase. Die KI übernimmt einen großen Teil der Sortierarbeit, du dirigierst den Teil, der bei dir bleiben sollte:
Entscheiden, was wirklich nach dir klingt und was wirklich zu deiner Marke gehört.
[Mehr über den Brand Voice Club erfahren]
Noch nicht bereit für den Club?
Wenn du erst einmal wissen möchtest, ob deine Website-Texte
wirklich zeigen, was dich und deine Arbeit besonders macht, kannst du dir mein kostenloses Website-Textfeedback holen.
Du bekommst konkretes Feedback zu deinen bestehenden Texten
und siehst schneller, wo dein Auftritt noch austauschbar klingt oder wo deine eigene Stimme bereits richtig gut sichtbar wird.
[Website-Textfeedback für 0 € holen]
FAQ: Custom GPTs, Plugins, Skills und Alternativen
Wann werden Custom GPTs abgeschaltet?
OpenAI plant die reguläre Einstellung individueller Custom GPTs für den 11. Dezember 2026. Für einzelne Enterprise-Workspaces kann es einen genehmigten Aufschub bis Februar 2027 geben. Nutzer sollten die konkrete Mitteilung in ihrem eigenen Account bzw. Workspace prüfen.
Was ersetzt Custom GPTs bei OpenAI?
OpenAI empfiehlt Plugins. Beim geplanten Migrationsprozess werden GPT-Anweisungen als Skill übernommen und Wissensdateien zu Referenzdateien des Plugins. Custom Actions werden jedoch nicht automatisch migriert.
Kann ich einen Custom GPT automatisch in ein Plugin umwandeln?
OpenAI führt dafür einen Migrationsprozess ein. Die
Verfügbarkeit kann allerdings je nach Konto und Workspace unterschiedlich sein. Außerdem sollte das Ergebnis anschließend getestet werden.
Kann ich mein Plugin genauso wie einen Custom GPT an Kunden schicken?
Nicht automatisch. Die bisherigen Sharing-Einstellungen
eines GPTs werden bei der Migration nicht einfach übernommen. Ein migriertes persönliches Plugin startet privat; öffentliche Veröffentlichung ist ein separater Prozess.
Sind ChatGPT-Projekte eine Alternative zu Custom GPTs?
Für die eigene Arbeit: häufig ja. Projekte speichern gemeinsame Dateien, Anweisungen und Chats und eignen sich gut für laufende Themen oder Kundenprojekte. Sie sind allerdings eher ein Arbeitsraum als ein Ersatz für einen eigenständigen GPT, den du einfach an viele Kunden weitergibst.
Sind Claude Skills eine Alternative zu Custom GPTs?
Für wiederholbare Abläufe sind Claude Skills sehr interessant. Anthropic stellt Custom Skills derzeit in Free, Pro, Max, Team und Enterprise bereit. Skills können Instructions, zusätzliche Ressourcen und sogar Skripte enthalten.
Kann ich meine Marke gleichzeitig mit ChatGPT und Claude nutzen?
Das wird deutlich leichter, wenn deine Markengrundlage nicht ausschließlich in einem der beiden Systeme steckt. Eine externe Datenbank wie Airtable oder Google Sheets kann als zentrale Homebase dienen. Über verfügbare Connectoren, Apps und Skills kann die jeweilige KI auf relevante Informationen zugreifen.
So musst du deine Marke nicht komplett neu aufbauen, nur weil du für eine Aufgabe ein anderes KI-System verwenden möchtest.
Wie sichere ich meine Custom GPTs?
Dokumentiere mindestens Instructions, Wissensdateien,
Beispiele, verwendete Tools und wichtige Testprompts. OpenAI empfiehlt vor derMigration ausdrücklich, Anweisungen, Referenzmaterial, verbundene Apps und vertraute Testprompts zu prüfen bzw. zu sichern.
Für mehrere GPTs lohnt sich eine zentrale Ablage,beispielsweise in Airtable.
Muss ich meinen Custom GPT sofort löschen?
Nein. Bestehende GPTs können bis zur geplanten Einstellung weiterhin genutzt werden. Wichtig ist nur, rechtzeitig zu sichern, zu migrieren und eine Ersatzlösung zu testen.
Was ist ein Brand Brain?
Mit Brand Brain meine ich eine zentrale, externe
Wissensbasis für deine Marke: Positionierung, Brand Voice, Wunschkundenwissen, Angebote, Kundensprache, Testimonials und andere Informationen, die eine KI braucht, um dein Business wirklich zu verstehen.
Der Vorteil: Dieses Wissen gehört nicht einem einzelnen
KI-Tool und kann weiter gepflegt werden, wenn du ChatGPT, Claude oder andere Systeme verwendest.
Zusammenfassung
Dass OpenAI Custom GPTs abschaltet, ist erst einmal lästig. Vor allem dann, wenn du viel Zeit in eigene GPTs gestecktoder sie bereits fest in deine Kurse und Angebote eingebaut hast.
Aber die Änderung zeigt auch ziemlich deutlich, wo das
eigentliche Problem lag: Wir haben viel zu viel wertvolles Businesswissen direkt in einzelne KI-Tools gepackt.
Ich würde deshalb nicht nur fragen: Wie baue ich meinen Custom GPT jetzt woanders nach? Sondern: Wie baue ich mein KI-System so, dass meine Marke auch beim nächsten Toolwechsel noch mir gehört?
Für mich lautet die Antwort inzwischen:
- Wissen zentral speichern.
- KI austauschbar halten.
- Skills und Plugins für die Arbeit nutzen.
- Und den menschlichen Kopf für das behalten, was KI nicht ersetzen kann.
Genau das ist die Idee hinter meiner Brand Voice Homebase. Und genau das bauen wir gemeinsam im Brand Voice Club.
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AUTORIN
Sabine Satzmacher ist Expertin für Markensprache und Personal Brand
Messaging. Seit über 20 Jahren schreibt sie Texte, die verkaufen und
hilft Unternehmerinnen, endlich auch selbst so zu schreiben.
Sie begleitet Unternehmerinnen darin, die Leaderin sichtbar zu machen, die sie längst geworden sind. Mit ihrer Kombination aus Brand Voice, klarer Positionierung und tiefem Messaging schafft sie es, die wahre Identität einer Marke präzise herauszuarbeiten.
Seit rund 25 Jahren arbeitet Sabine im Marketing und Copywriting und unterstützt Unternehmerinnen, deren Business gewachsen ist, deren Worte aber (noch) nicht mitgewachsen sind. Ihr Ziel: Kommunikation, die Klarheit schafft, Grenzen setzt und Premium-KundInnen magnetisch anzieht.
Mehr über Sabine Satzmacher

































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